Mittelalterinfo

Der Begriff Mittelalter bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen Antike und Neuzeit (6. bis 15. Jahrhundert). Sowohl der Beginn als auch das Ende des Mittelalters sind Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion und werden recht unterschiedlich angesetzt.

Im Mittelalter wurde die politische und kulturelle Dominanz des griechisch-römisch geprägten Mittelmeerraums abgelöst durch eine neue, fast ganz Europa umfassende Welt christlicher Feudalstaaten romanischer, germanischer, slawischer und keltischer Völkerschaften. Grundzüge des europäischen Mittelalters waren eine nach Ständen geordnete Gesellschaft, eine gläubig christliche Geisteshaltung in Literatur, Kunst und Wissenschaft und Latein als gemeinsame Kultur- und Bildungssprache. Daneben waren die Idee der Einheit der christlichen Kirche (die aber faktisch nach dem großen Schisma mit der Ostkirche nicht mehr bestand) sowie ein recht einheitliches Weltbild kennzeichnend für diese Epoche. Die vorherrschende Gesellschafts- und Wirtschaftsform des Mittelalters war der Feudalismus.

Untergliederung des Mittelalter

Ottos Sieg über Berengar II (Illustration einer Mailänder Handschrift, um 1200). Otto I. („Theotonicorum rex“) empfängt als Zeichen der Unterwerfung ein Schwert vom links knienden König, der mit „Beringarius“ bezeichnet wird. Der Gefolgsmann Ottos rechts trägt ein Schwert mit der Spitze nach oben als Zeichen der Richtgewalt.

Im deutschsprachigen Raum hat seit dem 19. Jahrhundert die von der Nationalidee beeinflusste, an der fränkischen und deutschen Herrschergeschichte orientierte Geschichtsschreibung das europäische Mittelalter vornehmlich in drei Hauptphasen gegliedert:

  • Frühmittelalter (6. Jahrhundert bis Anfang 10. Jahrhundert), die Epoche der Merowinger und Karolinger
  • Hochmittelalter (Anfang 10. Jahrhundert bis ca. 1250), die Zeit der Ottonen, Salier und Staufer
  • Spätmittelalter (ca. 1250 bis ca. 1500), der Herbst des Mittelalters, nach dem Scheitern der klassischen Kaiseridee

Diese Trinität war an der Vorstellung von Aufstieg, Blüte und Verfall ausgerichtet.

Durch veränderte Fragestellungen, insbesondere auch den Einfluss wirtschafts-, sozial- und kulturgeschichtlicher Fragestellungen, ging man allmählich von dem an der Herrschergeschichte ausgerichteten Ordnungsmodell ab und betonte die Veränderungen des 11./12. Jahrhundert als entscheidende Zäsur des als Mittelalter bezeichneten Jahrtausends. Oft führt das dazu, dass man nur noch das frühere vom späteren Mittelalter unterscheidet.

Von einzelnen Autoren vorgenommene abweichende Ein- und Zuordnungen sind naturgemäß von unterschiedlichen Fragestellungen und Schwerpunktsetzungen beeinflusst. Neben rein sachlichen Kriterien haben sie allerdings bisweilen auch Profilierungsgründe zur Ursache. (Quelle Wikipedia)

Spätmittelalter

Das Spätmittelalter ist die Zeit des aufsteigenden Bürgertums der Städte und der Geldwirtschaft. Während das Byzantinische Reich nach der Eroberung Konstantinopels 1204 während des Vierten Kreuzzuges langsam aber sicher seinem Untergang entgegengeht, gewinnen die christlichen Staaten auf der iberischen Halbinsel nach dem Sieg bei Las Navas de Tolosa im Jahre 1212 immer weiter an Boden.

Dennoch erlebt Europa ab etwa 1300 auch eine gewisse Krisenzeit, wenngleich die neuere Forschung wesentlich differenzierter als die ältere urteilt. Im Jahre 1291 fällt Akkon, die letzte Festung der Kreuzfahrer im Nahen Osten, die Autorität des Papstes schwindet im Zuge des sogenannten Abendländischen Schismas. Die schlimmste Katastrophe in der sogenannten Krise des 14. Jahrhunderts stellt jedoch die Pest, der „Schwarze Tod“, dar, die ab 1347 von Südrussland kommend die Länder Europas verheert und zwischen einem Drittel und der Hälfte der europäischen Bevölkerung, v.a. in den Städten, das Leben kostet. Die Entvölkerung führt zu Aufständen und einem Wandel der Sozialstrukturen, die dasRittertum zugunsten des Bürgertums schwächen und in der katholischen Kirche einige Reformbewegungen auslösen.

Etwa zur gleichen Zeit wie die Entvölkerung beginnt aufgrund von Erbstreitigkeiten um die französische Krone der Hundertjährige Krieg zwischen Frankreich und England. Von 1340 bis etwa 1420 behalten die Engländer die Oberhand, bis Jeanne d'Arc, heute als die Jungfrau von Orleans bekannt, den Franzosen wieder Kampfesmut einflößt und ihnen bei Orleans zum Sieg verhilft. Obwohl sie schon 1431 von den Engländern zum Tode verurteilt wird, kann Frankreich den Krieg 1453 siegreich beenden, in demselben Jahr, in dem Konstantinopel an die osmanischen Türken fällt und in Deutschland der Buchdruck mit beweglichen Lettern erfunden wird.

Kunst und Wissenschaften befinden sich im Spätmittelalter im Aufbruch. Die Gründung der ersten Universitäten, vor allem in Italien (Bologna) und Frankreich (Paris), verhilft den Wissenschaften und der Philosophie zu einem neuen Aufschwung, denn sie verbreiten die Lehren antiker Gelehrter und ebnen so den Boden für die Epoche der Renaissance. Den Künstlern eröffnen sich neue Möglichkeiten dank Auftragsarbeiten für das selbstbewusste Bürgertum: Die bisher auf kirchliche Motive beschränkte Malerei wird nun auf andere Bereiche ausgeweitet, auch die Dreidimensionalität wird von den Malern entdeckt. Die Architektur lehnt sich infolge der Renaissancebewegung wieder an alte römische und griechische Vorbilder an.

Auch die Wirtschaft erlebt trotz der Pest eine Blüte. Hier sind vor allem wieder die italienischen Stadtstaaten hervorzuheben, aber auch der in der Nord- und Ostsee entstehende Städtebund der Hanse. Die Hanse bewirkt durch den schwunghaften Handel eine weitere Besiedelung Nord- und vor allem Osteuropas durch hauptsächlich deutsche Kolonisten (siehe hierzu den Artikel Ostkolonisation). Durch die Handelskontakte entstehen daneben in Russland eine Reihe neuer Fürstentümer, die nach und nach das mongolische Joch abschütteln. Aus dem mächtigsten von ihnen, dem Fürstentum Moskau, wird sich später das russische Zarenreich entwickeln. (Quelle Wikipedia)

Ende des Mittelalters

Als wesentlich für den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit betrachtet man im allgemeinen die Zeit der Renaissance (je nach Land spätes 14. Jahrhundert bis 16. Jahrhundert), die Erfindung des modernen Buchdrucks mit beweglichen Lettern um 1450 und die damit beschleunigte Verschriftlichung des Wissens, die Entdeckung insbesondere der Neuen Welt durch Christoph Kolumbus 1492, oder auch den Verlust des Einflusses der institutionalisierten katholischen Kirche und den Beginn der Reformation. Diese Ereignisse sind alle zwischen der Mitte des 15. und der Schwelle zum 16. Jahrhundert anzusiedeln. Im selben Zeitraum kann man das Ende des Mittelalters in Deutschland auch mit der Reichsreform als dem verfassungsrechtlichen Ende des klassischen Feudalismus lokalisieren.

Angeführt wird ferner die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen (1453), da mit dem Untergang des Byzantinischen Reiches das letzte lebendige Staatsgebilde der Antike unterging. Der dadurch ausgelöste Strom byzantinischer Flüchtlinge und Gelehrter nach Italien wird für den Beginn der Renaissance als mitverantwortlich gesehen. Darüber hinaus wurden die Handelsrouten nach Asien durch die Ausbreitung des Osmanischen Reiches blockiert, so dass westeuropäische Seefahrer neue Handelswege erkundeten. Die Suche nach einem Seeweg nach Indien führte unter anderem zur Entdeckung Amerikas 1492. (Quelle Wikipedia)

Mehr zum Mittelalter im Mittelalterportal auf Wikipedia

de.wikipedia.org/wiki/Portal:Mittelalter

Wir bewegen uns im Bereich des Spätmittelalters, wenn wir an Mittelalter-Events teilnehmen

 

im September 2017 nach langer Zeit mal wieder auf einem MIttelaltermarkt unterwegs gewesen

Wo gerade ein Mittelaltermarkt stattfindet kann beim marktkalendarium.de nachgeschaut werden

Was ”MANN” so braucht im Mittelalter

Was “FRAU” so braucht im Mittelalter

Ausrüstung aus eigener Herstellung

Das passende Fortbewegungsmittel

Katzi-Tatzi

© 2018 Noch-mehr-Hubraum - Website erstellt mit Zeta Producer CMS