In Memorian

Die Regenbogenbrücke

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.
Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens.

Auf jener Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigen, grünen Gras.

Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort.
Dort gibt es immer was zu fressen und zu trinken,
und es ist warmes, schönes Frühlingswetter.
Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund.
Sie spielen den ganzen Tag zusammen.

Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen,
die sie auf Erden so geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen,
bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht.
Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf, und die Augen werden ganz groß!
Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras.
Die Füsse tragen es schneller und schneller.

Es hat dich gesehen.

Und wenn du und dein spezieller Freund sich treffen,
nimmst du ihn in deine Arme und hälst ihn fest.
und du schaust endlich glücklich in die Augen deines geliebten Tieres, das  solange aus deinem Leben verschwunden war, aber nie aus deinem Herzen.

Dann überschreitet ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, und ihr werdet nie wieder getrennt sein...

Billy geboren 1991 - gestorben November 1997 (chronische Darmentzündung)

Im Frühjahr 1993 fand ich dich bei einem Rosschlächter. Aussortiert weil du nicht im gewünschten Reitpony sondern im alten Norwegertyp standes. Überzählig wie so viele andere ... Eigentlich wollte ich mir dort ein angeblich gut gerittenes älteres Reitpferd für Anfänger ansehen, doch das entpuppte sich als hypernervös und entsprach ganz und gar nicht meinen Vorstellungen. Dann sah ich dich auf der Wiese... Ohne zögern nahmen wir dich mit.

Wir suchten lange und fanden dann einen Offenstall im 25 km entfernten Nottuln auf einem Isländerhof. Der Sommer war für dich hauptsächlich zum Kindsein gedacht.

Und da schau her - es fand sich sogar ein Brandzeichen. Du scheinst also doch einmal in einem Rasseverzeichnis gestanden zu haben. Spaziergänge gehörten zu dieser Zeit zu deiner beliebtesten Beschäftigung

Dann gab es im Winter Probleme in der Gruppe. Gleich zweimal wurdest du von den Isländern im Offenstall “zusammengeschlagen” mit tiefen Fleischwunden an beiden Vorder-Röhrbeinen, die jeweils genäht wurden. Fluchtartig verließen wir den Stall. Dann ging eine Odysee der Suche los nach einem neuen Offenstall. Wir fanden keinen und entschlossen uns dich bei einem Bauern im Nachbarort mit einem Kumpel in einem Laufstall mit täglich Weidegang unterzubringen.

Frühjahr 1994 kam dann Joey zu uns

Geboren 1993 - gestorben Ende 1997 (chronische Darmentzündung)

Auch Joey kam vom selben Rosschlächter aus den selben Gründen, doch er war viel schlimmer dran als du. Viele kleine Verletzungen versteckten sich unter dem dicken Winterpelz und noch schlimmer er hatte noch nie den Hufschmied gesehen und infolgedessen eine Fehlstellung entwickelt. Trotzdem haben wir ihn mitgenommen. Ihr zwei habt euch von anfang an verstanden. Da Joey aber noch ein kleiner Hengst war wurde er dann recht bald gelegt. Das lag an mir... denn ich habe Angst vor Hengsten und seien sie noch so klein. Es hat ihm aber nicht geschadet.

Hier war der kleine Mann bereits bei unserem Hufschmied gewesen. Innerhalb von vielen Monaten hat er die Stellung von Joey soweit korrigiert das er nach mehr als einem Jahr wieder korrekt auf den Hufen stand. Versprechen konnte er anfangs nichts....

nach drei Monaten liebevoller Pflege und Tüddelei entpuppte sich das kleine Zottelmonster immer mehr als ein Knuffel-Fjord.

Für Billy wurde es nun Zeit etwas mehr zu tun in Hinblick auf Bodenarbeit und Longeneinheiten zur Gymnastizierung. Wir haben uns voll und ganz der Tellington-Methode verschrieben und schon vorher Erfolge bei Reitbeteilungspferden erzielen können. Auch die beiden Teddybären lernten schnell und mit Spass.

aus dem Trab Halt

Whats up?

1995 wurde es dann mal Zeit für den Sattel - Es war damals gar nicht so einfach einen Markenqualitätssattel für die kurzen, breiten Ponies zu bekommen. Continental war einer der wenigen die sich dieses Problems annahmen und wir ergatterten noch einen Sattel aus der ersten Serie bevor wieder ein “Ausverkauft” eintrat. Teuer ja aber wirkliche Qualität damals. Der Sitz zentriert und ausbalanciert, setzt schon perse den Reiter korrekt in den Sattel, das Leder von erstklassiger Qualität und mit schöner Punzierung versehen... Ein gutes Stück halt.

Wir zogen nochmal um in einen anderen Stall wo wir dann einen Offenstall mit Paddock hatten. Es war eine schöne Zeit und wir waren rundum glücklich

nur begann Joeys Darmentzündung offensichtlich zu werden, die wir am Anfang noch nicht als eine solche Bedrohung empfanden.

1996 bei einem geplanten Urlaub mit Pferden dann ein böses Erwachen. Joey geht nicht mehr auf den Hänger. Bei uns hatte er keine schlechten Erfahrungen gemacht. Und da er bei den einzigen nötigem Transport vor ein paar Monaten keine Probleme machte, hätten wir nie damit gerechnet das es unmöglich wäre. Drauf zwingen - nein kam nicht für uns in Frage. Ergo fuhren wir ohne die Ponies in Urlaub. Ich hielt es aber nur 2 Tage aus, dann mußte ich nach Hause und nach euch schauen. Wir hatten den Stall in Selbstversorgung gepachtet und der eilends organisierte Betreuungsdienst erschien mir nicht vertrauensvoll genug.

So stand das üben an

Man beachte die verkniffene Maulspalte von Joey bei dem x-ten Versuch die Rampe zu betreten. Im Anhänger war das Futter. Seit dem Tag wurde er nur noch im Anhänger gefüttert... solange bis er wieder allein und ohne Panik auf den Anhänger ging

ich geh da net rein!! Nie nimmer... !!

Hunger, Futter - vielleicht doch ????

Sorry bin mir nicht sicher, überleg noch...

Ah Futter mampf.....

 

Februar 1997 Norweger-Wetter - endlich haben wir euch “am Haus” - wir hatten damals noch ein Bauernhaus gemietet und nach langen zähen Verhandlungen vom Vermieter auch den Stalltrakt dazu gepachtet bekommen.

doch seit Monaten geht es euch beiden kontinuierlich schlechter. Vor allem Joey kränkelt mehr und mehr. Er hatte eine chronische Darmentzündung mitgebracht die nun ihren Lauf nahm. Billy steckte sich an und nach zwei Jahren Behandlungsdauer durch verschiedene Tierärzte und Pferdekliniken beschlossen wir im November 1997 eurem Leiden ein Ende zu machen. Die Bäuche nur noch aufgetrieben, ständig Durchfall, keine Diät, kein Medikament hat geholfen sondern es wurde schleichend nur noch schlechter. Der einzige Befund der gesichert war: massiver Clostridienbefall. Die Pferdefachtierärzte entließen uns letztlich mit der Diagnose unheilbar. Was blieb zu tun. Es war so schwer. Vor Jahren holte ich euch vor dem sicheren Tod weg und nun sollte ich euch genau dahin wieder schicken.... Doch ihr solltet nie wieder einen Todestransport oder das Schlachthaus riechen müssen. Ich blieb bis zuletzt bei euch und ihr wurde sanft über die Regenbogenbrücke geschickt von unserem Tierarzt bei uns zu Hause auf der Wiese....

Lebt wohl meine zwei Teddys - ich wünsche euch ein freies unbeschwertes Leben im Regenbogenland.

See you there

 

Ein Lied was nicht besser die Ausstrahlung der Pferde beschreiben könnte:

TRUCK STOP

WILDE PFERDE, Wilde Wölfe, wildes Land

Aufgrund von Copyrights ist es nicht mehr erlaubt, Songtexte zur Verfügung zu stellen - somit ist der Text hier leider nicht mehr nachlesbar

Zu finden ist er aber hier -> songtexte.com/songtext/truck-stop/wilde-pferde-wilde-wolfe-wildes-land-7ba992cc.html

youtube.com/watch?v=XrSo43mvgYE


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Ein Dank auch an Sanci (Reitbeteiligung von 1990-1993) die uns lehrte wie Pferde zu sprechen, da sie eine ausgesprochen Stallkleberin mit diversen anderen Problemen war, dabei aber totlieb und nachdem wir gelernt hatten SIE zu verstehen stellten sich auch Erfolge in der Bewältigung ihrer Probleme ein. Leider arbeitete die Besitzerin nicht mit und ein Verkauf an uns wollte sie nicht zustimmen. So kam es das Billy zu uns kam und wir uns letztlich traurig von Sanci verabschiedeten. Ich hörte sie sei 1993 bei der neuen Reitbeteiligung im Gelände verunfallt und mußte notgetötet werden.

Rasse - Westfale geboren 1975

 

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ebenfalls nun im Regenbogenland unsere Caniden-Pelzträger:

Jede von euch war einzigartig und wir werden euch niemals vergessen

 

Laika “von der Jürse”

1987-1992

Neufundländer

Du wurdest geboren mit einem vererbten Herzklappenfehler und dein kurzes Leben war gekennzeichnet von dieser Krankheit. Solange die Medikamente dir halfen waren wir nicht bereit dich gehen zu lassen. Leider kam der Tag wo es nicht mehr ging. Du schliefst in meinen Armen bei uns zu Hause ein. Der Tierarzt erfüllte unseren Wunsch dich zu Hause über die Regenbogenbrücke zu schicken. Wir waren der Meinung du hast in deinem Leben genug Tierklinik erleben müssen.

Ein Hund wie ein Bär

 

Anna

Geburtsdatum unbekannt - gestorben 1996

uns begleitet hast du seit 1988

Münsterländer Mix

Als wir ein Bauernhaus zur Miete fanden, lagst du dort im Stall an der Kette. Angekettet weil du immer weggelaufen bist. Als Jagdhund untauglich, da du nicht schußfest warst. Als Hofhund an der Kette schien dein Schicksal bis zum Lebensende zu sein. Der Vermieter hatte nichts dagegen, als wir fragten, ob wir dich übernehmen können. Es gab erst ein bischen Streit mit Laika, aber dann habt ihr euch zusammengerauft. Wichtig zu wissen war, dass du ein Angstbeisser warst. Wenn man sich dir von hintern näherte und dich unvermittelt anfaßte konntest du in Panik zuschnappen. Trotzdem und gerade deshalb haben wir dich  nie verstoßen. Als unser Kind geboren wurde zogst du dich erst lange zurück. Später erfuhren wir, dass du weggegeben wurdest als in der Familie ein Neugeborenes hinzukam. Das erklärte dein Verhalten. Irgendwann erkanntest du - hier wirst du nicht weggeschickt und von da ab, warst du uns immer ein lieber und dankbarer Hund mit seinen kleinen Eigenheiten.

Der Tierarzt erlöste dich von deinem Krebsleiden. Du warst nicht mehr in der Lage zu fressen und es war an uns dir diesen Weg zu erleichtern. Möge im Regenbogenland niemals Gewitter sein, denn die versetzten dich in die gleiche Panik wie Gewehrschüsse.

 

Conny “von der Astra”

Landseer

1992-1998

Nach Laika wollten wir keinen Neufundländer mehr. Wir hätten immer verglichen. Und so kamst du zu uns. Aber du wurdest auf einmal krank. Konntest nicht aufstehen. Der Tierarzt war ratlos und begann eine Infusionstherapie. Nach einer Weile schlug die wohl an und es kam uns vor als sei alles ok und du nie krank gewesen. Wir waren so glücklich. Dann der Schock, eines nachmittags - wir waren arbeiten und kommen zurück bist du friedlich zu Hause eingeschlafen. Niemand konnte uns sagen wieso, weshalb, warum. Wir waren sehr traurig und doch auch froh das du nicht leiden mußtest. Du wirst die anderen schon im Regenbogenland getroffen haben und wir alle freuen uns auf das Wiedersehen.

Am Anfang fragten alle immer, ob Anna deine Mutter sei - schmunzel, doch als du ausgewachsen warst verstummten diese Fragen

 

Nala

Bernhardinger-Mischling

1996-2006

Nachdem wir nun zweimal Pech mit Rassehunden hatten, entschieden wir uns dafür einen Mischling aufzunehmen. Nala - den Namen suchte unser damals 7jähriger Sohn Andreas aus. Das du einmal ein schwieriger Hund werden würdest war nicht abzusehen. Deine Maxime war zeitlebens - du sollst keinen anderen Hund neben mir haben. Jeder Hund der unterwegs zu Gesicht kam wurde sofort eifersüchtig angemacht. Es war nicht leicht mit dir und auch die Erziehungsversuche mit professioneller Hilfe auf dem Hundeplatz brachten keinen Erfolg. So haben wir uns Zeit deines Lebens damit arrangiert. Wir dachten immer du würdest uralt werden. Doch es kam ein Tag wo dir das Aufstehen zunehmends schwerer fiel bis es gar nicht mehr ging. In meinen Armen entschliefs du ins Regenbogenland. Dort wirst du hoffentlich mit den anderen gut auskommen. Ich möchte keine Klagen hören, wenn wir uns wiedersehen.

 

Sam

Bernhardiner-Berner-Sennen-Mischling

1998 - 2010

wir hatten so gehofft du würdest zu Hause einschlafen. Doch seit Monaten fiel dir das Aufstehen immer schwerer bis der Tag kam, wo es ohne Hilfe nicht mehr ging. Du verweigertest das Futter und Wasser und signalisiertes auf deine Art das du nun endlich zu deiner Zicke Nala zurückkehren möchtest. Du hast sie sehr vermisst. Ich wünsche euch beiden ein wundervolles Wiedersehen und erwarte euch - wie die anderen - am Ende der Regenbogenbrücke wenn unsere Zeit gekommen ist.

Du liebtest das Wasser und den Regen - ganz im Gegensatz zu mir und Nala

Ich wünsche dir im Regenbogenland einen schönen klaren Fluss in dem du immer nach Lust und Laune baden kannst

Als Gott sah, dass der Weg zu lang,

der Hügel zu steil

und das Atmen zu schwer wurde,

legte er den Arm um dich und sprach:

“Komm heim”

 

Wir glauben fest an ein Wiedersehen und bis dahin tröstet uns die Aussage:

Du kannst Tränen vergießen,
weil sie gegangen sind ....
oder Du kannst lächeln,
weil sie gelebt haben.....
Du kannst die Augen schließen und Beten,
dass sie wiederkehren…..
oder Du kannst die Augen öffnen
und all das sehen, was sie hinterlassen haben.....

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