Haltung

Für uns gibt es keine andere akzeptable Haltungsform als ein Offenstall mit Pferdegesellschaft. Wir fanden im Juni 2010 einen großzügigen ****LAG-Offenstall an unserem Wohnort.

Natürlich gibt es auch Nachteile, z.B. richtet sich die Rauhfuttergabe nach dem Bedarf der leichtfuttrigen Isländer. Das läßt sich aber handhaben für uns: wir füttern außerhalb der Weideperiode Hippolyt/Agrobs PreAlpin dazu. Zeitaufwand ca. 45 min zusätzlich am Tag, weil sie dafür ja von den anderen getrennt werden muß und finanziell nochmal zusätzlich 50 Euro monatlich auf den Vollpensionspreis.

Ansonsten befand sich im Anschluß an diesen gut drainierten ehemaligen Reitplatz ein großzügiger Stall mit drei Ein/Ausgängen und einer Mistmatratze.

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Nach einem Jahr entschlossen wir uns am 23.07.2011 zu einem Stallwechsel, der Isa vor allem mehr Sozialkontakte bieten soll. Auch dort wird sie wieder im Offenstall zu Hause sein. Für uns bietet sich allerdings auch mehr Möglichkeiten, da nun eine kleine Bewegungshalle zur Verfügung steht. Auch werden wir nicht mehr zufüttern müssen, da es dort Pferde gibt, die einen ähnlichen Bedarf  wie Isa haben. Ein weiterer entscheidender Unterschied ist, dass nun keine Strohmatratze mehr im Offenstall zu finden ist. Die Pferde stehen strohlos auf Liegematten - für das Stallklima und die Hygiene ist das ein weiterer Vorteil.

Schwierig gestaltete sich allerdings das Umstallen. So gut sie auf den Anhänger zum Fressen gegangen war, ein Verladen war zum Wunschtermin am 22.07.11 nicht drin. Unsere eigene Nervosität übertrug sich, es kam zu einem Erschrecken und fluchtartigem Ausstieg. Danach war erstmal für den Rest des Tages das Thema Verladen gelaufen. Auch ein erneuter Versuch am 23.7.2011 scheiterte kläglich, sie drückte einfach die hintere Stange raus und war schneller ausgestiegen als es uns lieb war. Naja, lieber eine Stange ausgerissen, als letztendlich den Anhänger in Panik zerlegt. Wir fragen uns jetzt natürlich ein bischen, ob sie damals von dem Händler irgendetwas zum Ruhigstellen bekommen hatte. Als wir sie damals transportierten, gab es keinerlei Probleme beim Verladen.... Letztendlich sind wir dann mit Unterstützung - Ganz lieben DANK an Anja und Mäxchen!!! -

 

die knappen 3km “zu Fuß” gelaufen. Das Verladetraining werden wir nach der Eingewöhnung wieder aufnehmen. Sie fand sehr schnell Anschluß und da sie gut sozialisiert ist, gab es auch keine Probleme in der Gruppe. Es ist genug Raum auf der großen Weide das sich alle aus dem Weg gehen können. So war es möglich innerhalb von zwei Stunden eine Zusammenführung am neuen Stall vorzunehmen.

Erste Kontakte über den E-Zaun und zwei Stunden später tummelt sie sich schon inmitten der Herde (dritte von links)

Der Paddock am jetzigen Stall ist kleiner und nicht drainiert. Bewohnt wird er von Isa, einem Haflinger und zwei Ponies. In der “nassen” Jahreszeit hatte ich eine völlig unbegründete Angst vor Mauke. Woran man erneut erkennen kann, nicht Matsch macht Mauke sondern mitverursachend ist die mangelnde Hygiene (schlechtes Abäppeln und Kontamination mit Fäkalien). Auch die nicht vorhandene Matratzeneinstreu hat sicher dazu beigetragen, dass es nicht zu einer zusätzlichen  Mauke kam.

Auch dieser Stall hat drei Ein/Ausgänge zum Paddock. Isa fühlt sich in dieser Haltungsform am wohlsten. Der Stall ist sehr luftig und offen - sehr pferdegerecht.

Mai 2012 - eine glückliche Isa inmitten ihrer Herde mit ihren zwei Kerlen am “Hacken” ...

Die sehr großen Weideflächen und eine harmonierende Herde sind das Paradies eines jeden Pferdes. Natürlich habe auch ich Angst vor einer fütterungsbedingten Hufrehe, aber Isa frißt nicht ununterbrochen. Dadurch, dass sie 24h Std Weidegang hat ist sie sehr ausgeglichen und frißt in einem physiologisch gesunden Rhythmus. Sie weiß sie kommt wieder zurück, wenn wir sie zum arbeiten rausholen. Anders bei stundenweisen Weidegang. Dort würde sie in der Zeit soviel reinschlingen wie es geht, weil sie ja weiß, später gibt es wieder nichts. Diese Erfahrung konnten wir nun im Vergleich gut nachhalten. In 2010 hatten wir sie in der Regel in unphysiologischem nächtlichen Weidegang, so gehandhabt von der Stallbesitzerin mit den Isländern und wir haben uns dort angeschlossen. Sie wollte damals auch mit den Isländern dann auf das Paddock, weil sie selbst nicht allein sein wollte. Die Herde war zu klein um hier individuellen Unterschiede zu machen. Natürlich gibt es Pferde und Ponies die man nicht 24Std auf eine Weide lassen kann ohne gesundheitliche Schäden. Zum Glück gehört Isa bisher nicht dazu. Auch an unserem jetzigen Stall sind zwei Ponies, die täglich für ein paar Stunden von der Weide runterkommen - je nach Bedarf. Da die Herde aber groß genug ist, sind sowohl im Offenstall/Paddock also auch auf den Weiden immer Gesellschafter dabei.

 

14.04.2013

Nach langer langer Zeit ist wieder ein Storch zu Gast am Stall bei Isa auf der historischen Hofanlage in Lüdinghausen

Blick von der Weide auf das alte Haupthaus

Vielleicht werden wir dieses Jahr Zeuge erfolgreicher Storchenaufzucht.

 

05.05.2013

Gerngesehene “Mitesser” - zeigen sie uns doch an, dass der Winter jetzt endlich besiegt ist.

Am 19.08.2013 wurde uns überraschend gekündigt. Grund sei eine Verkleinerung des Stalles, es sei zuviel Arbeit. Gehen mußten mit uns noch zwei weitere Einsteller. Bleiben durften vier Einsteller die erst in den vergangenen zwei Monaten dazugekommen sind. Nun wenn man nicht mehr erwünscht ist, dann schaut man das man schleunigst etwas anderes findet:

Seit dem 25.08.2013 haben Isa und Max ein neues Zuhause - wieder ein Offenstall und das mit Pony und Kaltblutgesellschaft!

Hier haben die Pferde 24 Std-Heuzugang. Der Offenstall ist in einem ehemaligen Schweinestall. Einziges Handycap. Der Stall hat nur einen Ein/Ausgang

Damit auch rangniedrige wie unsere zwei Süßen immer ein Dach über den Kopf finden, wenn sie es wollen, haben wir zusätzlich ein Stallzelt aufgestellt

Januar 2014 und seit 10 Wochen täglich Regen... dadurch verwandelt sich der Zuweg zum Zelt und der Reitplatz in ein tiefes Matsch-Moloch. Isa steht dauerhaft in der Nässe, es gibt keinen trockenen Platz um sich zurückzuziehen.

Das Resultat sind völlig abgelaufene Hufe ohne viel draußen auf Asphalt gewesen zu sein. Das Hufhorn ist so aufgeweicht, das selbst das bischen Laufen auf den Paddockplatten und der Betonplatte vorm Stall zu starkem Abrieb führt. Es ist ein trauriges Bild Isa so schleichen zu sehen. Jeder Schritt scheint schmerzhaft zu sein. Für uns ist diese Haltung jetzt nicht mehr tragbar. Hier kommt die Offenstallhaltung in dieser Form an ihre Grenze. Erneut werden wir wieder einen Stallwechsel vornehmen um Isas und natürlich auch Mäxchens Gesundheit zu erhalten. Von dem einstigen erstklassigem Hufhorn ist nicht mehr viel übrig. Sie müssen beide unbedingt auf trockenen Boden um sich wieder zu regenieren. Hatte ich im Oktober 2013 mit den ersten einstelligen Temperaturen und Regen Angst vor Husten und Erkältung, weil Isa den Stall meidete wegen nur einem Ein/Ausgang... so hat sich das nicht bewahrheitet, dafür aber ein nicht weniger  folgenreicher Umstand was der Dauerregen und Staunässe im Boden für die Hufe bedeutete.

Wir werden also zum 1. März 2014 erneut umziehen. Wir haben einen kleinen Offenstall (max. 3 Pferde) auf einem familiären landwirtschaftlichen Betrieb in Senden gefunden. Es gibt dort noch vier luftige Boxen. Die Pferde haben später gemeinsam Weidegang auf großzügigen Weiden, der Offenstall selbst ist jedoch nur für unsere zwei. Ich hoffe das wir dort endlich unseren dauerhaften Platz gefunden haben. Der Boden dort ist sandiger und somit nicht so ein Matschmoloch. Da der Stall nur für Isa und Max ist wird es keine Probleme geben, dass sich Isa nicht in den Stall zurückzieht und ich kann den Stall verschließen, so daß es zu einem Laufstall ohne Bodennässe wird. Zumindestens kann ich über Nacht vorerst dafür sorgen, dass Isa und Max im Stall “abtrocknen”.

 

28.02.2014

Der Wechsel war ohne Probleme für die beiden abgelaufen. Sofort haben sie sich wohl und zu Hause gefühlt. Schon am ersten Tag wurde entspannt im Paddock gelegen. Auch die Hufe besserten sich im Verlauf täglich. Auch die Sorge, dass die Heulage nicht vertragen würde war überflüssig. Beide vertragen sie hervorragend.

Das Landhaus ca. 40 qm - das Stroh wird nicht zum Abliegen genutzt, aus diesem Grunde wird die Fläche der Einstreu relativ klein gehalten und täglich gemistet. Evtl. Umstellung auf Liegematten und Strohgabe in Heusäcken als Futterstroh ...

Paddockbereich, im vorderen Bereich ca. 100 qm Sandpaddock

und im hinteren Bereich Naturboden weitere ca. 600 qm

und Weide satt für alle

Mittlerweile Dez. 2014 haben wir den Stallbereich mit Boxenmatten ausgelegt, den kleineren Sandpaddock mit Rasengittersteinen befestigt und hinter der Obstwiese erreichen wir eine für uns abgesteckte Weide. Als Futter haben wir umgestellt in 24Std Heugabe aus engmaschigen Heunetzen. Das ebenfalls in einem Netz angebotene Stroh wird kaum genommen.

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